TvöD

Am 1.Oktober 2005 ist der TVöd in Kraft getreten. Er gilt für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes beim Bund und in den Kommunen. Der TvöD löst den BAT ab. Kernstücke des TvöD sind das neue Bezahlungssystem, die Einführung leistungsbezogener Zahlungselemente, die Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Alle bereits am 1.Oktober 2005 im Öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen Beschäftigten wurden in den TvöD übergeleitet, keiner verdient weniger.

Durch neue Eingruppierungsvorschriften, die noch nicht ausgehandelt wurden, werden die öffentlichen Kassen mittelfristig entlastet.

Aus geschlechterpolitischer Sicht gibt es einige Kritikpunkte.

So nennt Frau Dr. Barbara Stiegler, wissenschaftliche Referentin der Friedrich –Ebert-Stiftung,

u.a. folgende Punkte:

  • die Verlängerung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde bedeutet besonders für diejenigen, die Erziehungs- und Pflegearbeit leisten, eine doppelte Minderung des Verdienstes. Die halbe Stunde Mehrarbeit wird nicht bezahlt und für längere Betreuungszeit muss mehr gezahlt werden.
  • eine Elternzeit, die länger als fünf Jahre dauert, führt zur Abgruppierung. Eltern, die sich dafür entscheiden ihr Kind selber zu betreuen, werden mit Lohneinbußen bestraft.
  • in den untersten Lohngruppen liegt das Einkommen unter dem Existenzminimum. Hier sind überwiegend Frauenarbeitsplätze betroffen, z.B. Raumpflegerinnen, Servicekräfte.
  • Leistungsbeurteilung führt bekanntermaßen sehr leicht zur Diskriminierung von Teilzeitarbeiterinnen oder Personen in den unteren Lohngruppen.
  • durch die Zuwächse zu Beginn der Arbeitstätigkeit verdienen junge Menschen schneller mehr. Diejenigen, die Kinder betreuen, werden wiederum diskriminiert, da der Erziehungsurlaub nicht als Beschäftigungszeit zählt.

 

Weitere Informationen unter:

www.gleichberechtigung-goes-online.de/gbo/themen/59.html

www.paul.schubbi.org/cgi-bin/oed/rechner?tarif=T ('Tarifrechner)

www.bmi.bund.de/cln_012/nn_122688/Internet/Content/Themen/
Oeffentlicher__Dienst/Einzelseiten/TVoeD/